- APA oder Harvard — was gilt in der Pädagogik?
- In der Erziehungswissenschaft sind beide verbreitet, mit einem Übergewicht für APA — vor allem in empirisch ausgerichteten Arbeiten, die nah an der Psychologie liegen. Im deutschsprachigen Raum begegnet dir oft die DGPs-Variante, die deutschsprachige Adaption der APA-Regeln durch die Deutsche Gesellschaft für Psychologie. Harvard ist ebenfalls akzeptiert und etwas flexibler in den Detailregeln. Entscheidend ist nicht, welches der beiden du wählst, sondern dass du einheitlich bleibst — ein Wechsel zwischen APA und Harvard innerhalb einer Arbeit ist der häufigste Formfehler. Verbindlich ist der Leitfaden deines Instituts; im Zweifel fragst du vor Schreibbeginn nach. Citely erkennt APA und Harvard und meldet, sobald du innerhalb einer Arbeit zwischen beiden wechselst.
- Darf ich meine eigene Praxiserfahrung einbringen?
- Mit Vorsicht und an der richtigen Stelle. Pädagogik zieht viele Studierende mit Praxiserfahrung an — aus Praktikum, Schule oder Beruf —, und diese Perspektive ist wertvoll, etwa um eine Fragestellung zu motivieren oder ein Beispiel zu illustrieren. Als Beleg taugt sie aber nicht: „In meiner Klasse war das so" ist eine Anekdote, kein wissenschaftliches Argument. Eine empirische Aussage stützt du auf Forschung, nicht auf den Einzelfall deiner Erfahrung. Wenn du eigene Beobachtungen systematisch nutzen willst, brauchst du ein methodisches Design (etwa eine dokumentierte Fallstudie), das du offenlegst. Halte persönliche Erfahrung und belegte Aussage klar getrennt. Citely markiert Passagen, die auf persönliche Erfahrung statt auf Quellen gestützt sind.
- Wie trenne ich normative Ziele von empirischen Befunden?
- Indem du dir bei jeder Aussage klarmachst, ob sie beschreibt, was ist, oder fordert, was sein soll. Empirische Aussagen berichten Forschungsbefunde: „Studien zeigen, dass kleinere Klassen die Leistung schwächerer Schüler verbessern." Normative Aussagen formulieren ein Ziel oder einen Wert: „Schule soll Chancengleichheit herstellen." Beides ist in der Pädagogik legitim — problematisch wird es, wenn der Übergang unmarkiert bleibt und ein Ideal wie ein Befund klingt. Markiere normative Aussagen sprachlich („sollte", „wünschenswert", „aus Sicht von Theorie X") und trenne sie vom empirischen Teil. So bleibt nachvollziehbar, wo deine Analyse endet und deine Wertung beginnt. Citely markiert ungekennzeichnete Wechsel zwischen normativer Forderung und empirischer Aussage.
- Wie zitiere ich Bildungsstudien wie PISA oder Hattie?
- Große Bildungsstudien zitierst du immer nach der Originalquelle, nicht nach Medienberichten oder Sekundärzusammenfassungen. PISA-Daten belegst du über die OECD-Berichte (OECD als Herausgeber, Jahr, Titel), nicht über einen Zeitungsartikel über PISA. John Hatties Metaanalysen zitierst du über „Visible Learning" oder die zugrunde liegenden Aufsätze, mit Seitenzahl. Wichtig: Gerade bekannte Zahlen — Effektstärken bei Hattie, Kompetenzstufen bei PISA — werden oft verkürzt wiedergegeben, und KI-Tools erfinden hier gern plausible, aber falsche Werte. Prüfe jede übernommene Zahl an der Originalquelle. Citely gleicht im Modul Zitations-Inhalt deine Zitate gegen die hochgeladene Originalquelle ab und markiert, wenn die Aussage dort nicht steht.