- APA 7, APA 6 oder DGPs — was gilt?
- Maßgeblich ist, was dein Lehrstuhl vorgibt — frag im Zweifel nach. Als Faustregel gilt: APA 7 (seit 2019) ist der aktuelle Standard und sollte gewählt werden, wenn nichts anderes vorgeschrieben ist. APA 6 begegnet dir noch in älteren Merkblättern; die wichtigsten Unterschiede sind die et-al.-Regel (in APA 7 schon ab drei Autoren), der Wegfall des Verlagsorts und das DOI-Format als URL. Die DGPs-Richtlinien sind die deutschsprachige Adaption der APA durch die Deutsche Gesellschaft für Psychologie — inhaltlich nah an APA, mit kleinen Anpassungen an deutsche Konventionen. Wenn dein Institut „DGPs" sagt, meint es im Kern APA mit deutschem Feinschliff. Citely erkennt APA-Formate und meldet, wenn du innerhalb der Arbeit zwischen Auflagen oder Stilen wechselst.
- Wie berichte ich statistische Ergebnisse nach APA?
- APA verlangt, dass statistische Ergebnisse vollständig und nachvollziehbar berichtet werden. Zu einem Signifikanztest gehören Teststatistik, Freiheitsgrade, p-Wert und — oft vergessen — die Effektstärke, zum Beispiel „t(48) = 2,31, p = .024, d = 0,66". Mittelwerte und Standardabweichungen gehören dazu, wenn du Gruppen vergleichst. Beim p-Wert entfällt die führende Null (p = .024, nicht 0.024). Berichte vollständig, auch nicht-signifikante Ergebnisse — selektives Reporting ist ein Wissenschaftlichkeitsproblem. Ein p-Wert allein ist nicht interpretierbar; erst die Effektstärke zeigt, wie groß ein Effekt praktisch ist. Prüfe vor der Abgabe, ob jeder berichtete Test diese Kennwerte enthält.
- Darf ich von Korrelation auf Kausalität schließen?
- Nur, wenn dein Untersuchungsdesign es hergibt. Ein Kausalschluss („A bewirkt B") setzt ein Experiment voraus: gezielte Manipulation der unabhängigen Variable, Kontrollgruppe und randomisierte Zuteilung. Korrelative oder querschnittliche Daten zeigen dagegen nur Zusammenhänge — A und B treten gemeinsam auf, aber die Ursache kann bei beiden liegen oder bei einer dritten Variable. Formuliere bei nicht-experimentellen Daten vorsichtig: „hängt zusammen mit", „geht einher mit" statt „führt zu". Der Sprung von Korrelation zu Kausalität ist der häufigste inhaltliche Fehler in psychologischen Hausarbeiten und kostet in der Bewertung Punkte bei der Wissenschaftlichkeit. Citely markiert Kausalformulierungen, wo die beschriebene Methode nur einen Zusammenhang belegt.
- Wie zitiere ich psychologische Tests, DSM oder ICD?
- Diagnostische Manuale und Tests haben eigene Zitierregeln. Das DSM-5-TR zitierst du mit der American Psychiatric Association als Herausgeber, die ICD-11 mit der WHO. Psychometrische Tests (etwa das BDI oder die NEO-PI-R) belegst du über das Manual oder die Originalpublikation der Autoren, nicht über Sekundärbeschreibungen. Im Text steht der Kurzbeleg wie üblich (Autor/Organisation, Jahr); im Literaturverzeichnis kommt die vollständige Angabe inklusive Auflage. Wichtig: Verweise nicht auf Wikipedia oder Test-Sammelseiten, wenn das Originalmanual greifbar ist. Citely prüft im Modul Zitations-Inhalt, ob die Test- oder Manual-Quelle wirklich die Aussage stützt, die du ihr zuschreibst — bei aus KI übernommenen Belegen ein häufiger Schwachpunkt.