ChatGPT zitieren heißt in der Hausarbeit: Übernimmst du Inhalt aus einem Chat, belegst du ihn nach deinem Zitierstil, in APA seit September 2025 mit OpenAI als Autor, Datum des Chats, Chat-Titel und Share-Link. Jede weitere KI-Nutzung legst du so offen, wie deine Hochschule es verlangt, etwa im KI-Verzeichnis oder in der Eigenständigkeitserklärung. Eine Sachaussage belegt ChatGPT nicht, dafür zitierst du die gelesene Originalquelle.
ChatGPT und KI in der Hausarbeit zitieren und kennzeichnen
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Zitieren oder kennzeichnen: was du wann brauchst
Bei KI hast du zwei verschiedene Pflichten, die auch das MLA Style Center trennt: Zitieren musst du, wenn du Inhalt aus einer KI-Ausgabe in deine Arbeit übernimmst, offenlegen musst du jede Nutzung, die deine Hochschule abfragt. Die MLA nennt die Offenlegung „slightly different from, and more comprehensive than, citation“ (MLA, August 2025). Ob du KI überhaupt einsetzen darfst, regelt laut APA nicht der Zitierstil, sondern die Stelle, für die du schreibst, in der Hausarbeit also deine Hochschule oder die prüfende Person (APA Style Blog, Teil 3).
Was je nach Art der Nutzung gilt (Stand Oktober 2026):
| Nutzung | Was gilt | Wer das so regelt |
|---|---|---|
| Recherche, KI als Suchmaschine | nicht die KI zitieren, sondern die gelesene Quelle; Offenlegung je nach Hochschule | APA; kennzeichnungsfrei: FU Berlin und Uni Trier, Jura; Pflichttabelle: DHBW Stuttgart, Sozialwesen |
| Ideen, Gegenargumente, Forschungsfrage | offenlegen; zitieren nur, wenn du Inhalt übernimmst | Uni Paderborn, KIT; Forschungsfrage ohne KI: Uni Osnabrück, Neueste Geschichte |
| Gliederung | offenlegen, sofern erlaubt | KIT, Uni Koblenz; verboten: FU Berlin, Jura |
| Text oder Formulierung übernommen | nach deinem Stil zitieren und offenlegen | APA, MLA, HS Osnabrück, Uni Basel; höchstens 10 % KI-Inhalte: Uni Potsdam, Alte Geschichte; auch gekennzeichnet punktschädlich: FU Berlin und Uni Trier, Jura |
| Eigenen Text sprachlich überarbeiten | offenlegen; nach APA das Werkzeug allgemein zitieren | erlaubt mit Angabe: HS Wismar, FU Berlin Jura, JGU Mainz; nur Rechtschreibung: DHGE Gera-Eisenach |
| Rechtschreibung und Grammatik | nicht zitieren; Offenlegung je nach Hochschule | Uni Basel, APA; DeepL Write in der Tabelle: DHBW Stuttgart |
| Quelle zum Verständnis übersetzen | das Original zitieren, nicht die KI | APA; Tool in der Fußnote: Uni Potsdam, Alte Geschichte |
| Abbildung oder Tabelle | Hinweis in Anmerkung oder Bildunterschrift | APA, Uni Basel; „(KI-generiert)“ im Titel: HS Wismar |
Die Angabe steht an einer Stelle oder an mehreren: in einer Fußnote oder Klammer im Text, in einem Verzeichnis am Ende, im Anhang.
ChatGPT zitieren nach APA: das Format seit September 2025
Seit dem 9. September 2025 zitierst du einen ChatGPT-Chat nach APA mit der Firma als Autor, dem Datum des Chats, dem kursiven Chat-Titel, einer Beschreibung in eckigen Klammern, dem Tool oder Modell und dem Share-Link (APA Style Blog, Teil 1). Der Beitrag „How to cite ChatGPT“ von 2023 ist seitdem nur noch archiviert. Seit Februar 2026 steht die Regel auf der Beispielseite AI references, aktualisiert im April 2026. Weil die APA-Seiten automatische Abrufe sperren, haben wir sie in Snapshots des Internet Archive gelesen.
Alle Beispiele auf dieser Seite sind erfunden: das Thema Nachtzüge, Chat-Titel, Prompts, Share-Links und die Autorin Ostermann. Ein Chat nach APA, die Angabe in eckigen Klammern auf Deutsch:
OpenAI. (2026, 12. Mai). Gegenargumente zu Nachtzügen auf Kurzstrecken [Chat mit generativer KI]. ChatGPT. https://chatgpt.com/share/…
Im Text: (OpenAI, 2026) oder OpenAI (2026)
| Bestandteil | Regel nach APA |
|---|---|
| Autor | die Firma, also OpenAI, Anthropic oder Google; eine KI kann laut APA keine Autorenschaft übernehmen |
| Datum | beim Chat der Tag des Gesprächs; beim Werkzeug allgemein das Jahr der letzten Aktualisierung des Tools, nicht deiner Nutzung |
| Titel | der Chat-Titel, kursiv; vorher im Tool aussagekräftig umbenennen |
| Version | keine Versionsnummer wie „(Mar 14 version)“ mehr; Modellname, falls verfügbar, oder nur der Toolname |
| Prompt | nicht in den Eintrag; ist er wichtig, steht er im Text oder im Anhang |
Den Wortlaut in den eckigen Klammern gibt APA ausdrücklich frei: „Adapt the wording within square brackets as needed“. In einigen Fällen zitierst du laut APA keinen Chat. Hast du eigenen Text überarbeiten lassen, zitierst du das Werkzeug allgemein, das Muster steht unter APA zitieren: KI-Tools wie ChatGPT. Hast du eine Quelle zum Verständnis übersetzen lassen, zitierst du das Original. Und KI als Suchmaschine musst du laut Teil 2 „in most cases“ gar nicht zitieren, Copilot in Word ebenso wenig. Offenlegen musst du diese Nutzung trotzdem, wenn deine Hochschule das verlangt. KI-Hilfe bei Tabellen und Abbildungen nennst du in der Anmerkung darunter.
KI nach Harvard und im Autor-Jahr-System zitieren
Eine zentrale Harvard-Regel für KI gibt es nicht, weil Harvard keinen verbindlichen Herausgeber hat: Verbreitet ist etwa die Fassung Cite Them Right, die unter anderem die Newcastle University nutzt, in Deutschland regelt etwa die Hochschule Osnabrück KI im Autor-Jahr-System mit einer Prompt-Nummer anstelle der Seitenzahl (Stand 02/2025). Die Leitfäden aus Uppsala und Basel stehen unter Harvard zitieren.
Cite Them Right: abrufbar oder nur für dich
Cite Them Right unterscheidet danach, ob du die KI-Ausgabe selbst erzeugt hast und wer sie abrufen kann. Das Original liegt hinter einer Bezahlschranke, wir kennen die Regel aus der Wiedergabe der Newcastle University (Style Sheet 2025). Hast du KI-Inhalte nicht selbst erzeugt, sondern online gefunden, zitierst du sie im Format des jeweiligen Mediums, mit der KI-Firma als Autor. Ist eine Ausgabe nur für dich abrufbar, gilt sie als persönliche Kommunikation: Im Text beschreibst du die Ausgabe und verweist auf den Anhang. Übertragen, mit erfundenem Namen:
OpenAI ChatGPT (2026) ChatGPT-Antwort an Jonas Reiter, 12. Mai.
In APA ist die persönliche Kommunikation für KI falsch, siehe Häufige Fehler.
Hochschule Osnabrück: Prompt-Nummer statt Seitenzahl
Das LearningCenter der Hochschule Osnabrück behandelt KI-Text wie eine Quelle. Wo sonst die Seite stünde, steht eine Prompt-Nummer, die „auf ein mögliches Prompt-Verzeichnis am Ende der Arbeit“ verweist. In der Fassung für die Wirtschaftswissenschaften bekommen Paraphrasen „vgl.“. Das KI-Modell steht im Quellenverzeichnis „möglichst unter einer separaten Überschrift für die verwendeten Hilfsmittel“. Nach dem Muster für die Wirtschaftswissenschaften:
Im Text: Als häufigsten Grund gegen Nachtzüge nannte die KI die lange Fahrzeit (vgl. OpenAI, 2026, Prompt Nr. 3).
Unter „Hilfsmittel“: OpenAI: ChatGPT [textgenerierendes KI-Modell], 2026, verfügbar unter: https://chatgpt.com [12.05.2026]
Im Prompt-Verzeichnis: Nr. 3, „Nenne die wichtigsten Gründe, warum Reisende Nachtzüge meiden.“
Das Wort „Harvard“ verwendet Osnabrück nicht, in deutschen Leitfäden heißt das Autor-Jahr-System aber oft so.
KI in der Fußnote angeben
In der Fußnoten-Zitierweise steht die KI-Angabe in einer Fußnote an der betroffenen Stelle, mit Tool, Firma, Prompt, Datum und, falls vorhanden, Share-Link, so zeigen es Berlin Universities Publishing und die Chicago-Q&A. Ob diese Fußnote Pflicht ist, regeln Hochschulen gegensätzlich (Stand Oktober 2026):
| Regel | Hochschule | Stand |
|---|---|---|
| Fußnote an jeder KI-Passage Pflicht, auch bei Übersetzungstools | Uni Potsdam, Geschichte des Altertums | 04/2026 |
| Verweis an der Stelle, in Klammer, Fußnote oder Bildunterschrift, dazu eine Liste „Hilfsmittel“ | Uni Basel | 08/2025 |
| Fußnote bei punktueller Nutzung, etwa der Überarbeitung eines Kapitels | Uni Osnabrück, Neueste Geschichte | 06/2025 |
| Fußnote nicht erforderlich, stattdessen KI-Transparenzhinweis | HHU Düsseldorf, Jura | 16.07.2026 |
Die HHU begründet ihren Verzicht damit, dass „KI-generierte Inhalte ohnehin keine wissenschaftliche Belegqualität haben“.
Muster für die erste Fußnote
Berlin Universities Publishing, der Verlag der Berlin University Alliance, zeigt in seiner Handreichung (Stand 02.05.2024) eine Fußnote nach Chicago:
³ Antwort von ChatGPT auf den Prompt „Regarding EU health statistics and related research on dietary behavior, is there any evidence that sugar and fat intakes are related to body weight?”, OpenAI, 7. März 2024.
Aus diesem Muster und der Chicago-Q&A abgeleitet, mit Share-Link und Verweis auf das KI-Verzeichnis:
¹ Formulierungsvorschlag von ChatGPT (OpenAI) auf den Prompt „Fasse die Gründe gegen Nachtzüge in zwei Sätzen zusammen“, 12. Mai 2026, https://chatgpt.com/share/…; von der Verfasserin gekürzt und geprüft. Vgl. KI-Verzeichnis, Nr. 2.
Hast du den KI-Text verändert, machst du das sichtbar, laut Berlin Universities Publishing „analog zu Eingriffen bei wörtlichen Zitaten“. Die Chicago-Q&A schlägt einen Zusatz am Ende der Note vor, etwa „edited for style and content“.
Kurzbeleg und Fußnote bei Überarbeitung
Verweist du ein zweites Mal auf denselben Chat, genügt ein Kurzbeleg aus Tool und Datum, etwa „² ChatGPT, 12. Mai 2026.“ Das ist eine Übertragung der allgemeinen Regel, kein Hochschulmuster, siehe Fußnoten zitieren. Für punktuelle Sprachhilfe zeigt die Uni Osnabrück eine beschreibende Fußnote mit Modell, Zeitpunkt, Kapitel, Prompt und dem, was übernommen wurde. Übertragen:
⁴ Kapitel 2.3 wurde mit ChatGPT (OpenAI, Mai 2026) sprachlich überarbeitet, Prompt: „Prüfe diesen Absatz auf Grammatik und Stil.“ Die Vorschläge wurden geprüft und teilweise übernommen, die Argumentation blieb unverändert.
Für Jura siehe Sonderfall Jura und den Abschnitt Jura unten.
ChatGPT nach Chicago und MLA zitieren
Chicago und MLA wollen beide den Share-Link, behandeln die KI aber verschieden: Chicago nennt das Tool meist nur im Text oder in einer Note, MLA nennt keinen Autor und setzt eine Beschreibung mit dem Prompt an die Stelle des Titels (Stand Oktober 2026).
Chicago (18. Auflage)
Nach der Q&A der University of Chicago Press genügt für die meisten Texte, das KI-Tool im Text zu nennen: „you can simply name the AI tool in your text“. Die Antwort stützt sich auf die 18. Auflage des Chicago Manual of Style von 2024. Für einen förmlichen Beleg, etwa in einer studentischen Arbeit, zeigt sie eine nummerierte Note, „URL“ steht dabei für den Link aus dem Teilen-Knopf:
1. ChatGPT, response to “Explain how to make pizza dough from common household ingredients,” OpenAI, January 10, 2026, URL.
Steht der Prompt nicht schon im Text, kannst du ihn in die Note aufnehmen. Ins Literaturverzeichnis kommt KI-Text nach § 14.112 meist nicht. Den Paragrafen kennen wir aus der Wiedergabe des Trinity College Dublin: „AI-generated text is not usually listed in a bibliography or reference list“.
MLA (Regel vom 13. August 2025)
Nach MLA ist die KI kein Autor, an der Stelle des Titels steht eine Beschreibung, meist mit dem Prompt: So regelt es das MLA Style Center seit dem 13. August 2025, nur online, nicht im MLA Handbook von 2021. Wörtlich: „We do not recommend treating the AI tool as an author.“ Nach der Beschreibung folgen Tool, Modell, Firma, Datum und Share-Link. Das Beispiel der MLA:
“Describe the theme of nature in Jane Austen’s Mansfield Park” prompt. ChatGPT, model GPT-4o, OpenAI, 23 Sept. 2024, chatgpt.com/share/66f1b0a0-d704-8000-be9a-85f53c850607.
Im Text: (“Describe the theme”)
Den Modellnamen nennst du „as specifically as possible“. Ein allgemeiner Link zum Tool reicht nur, wenn es keine stabile URL anbietet. Verweist die KI-Antwort auf Quellen, liest du diese und zitierst sie direkt, so empfiehlt es die MLA.
KI-Verzeichnis, Hilfsmittelverzeichnis und Prompt-Protokoll
Ein KI-Verzeichnis listet jedes genutzte KI-Tool mit Modell, Datum, Zweck und betroffenen Textstellen, so sieht es die Vorlage der Hochschule Wismar vor (Stand 11/2025). In den Wirtschaftswissenschaften verlangt Wismar das Verzeichnis „in Form einer vollständigen Tabelle oder Liste“ nach der Ehrenwörtlichen Erklärung. Mit den Spalten der Wismarer Vorlage:
| KI-Tool | Modell/Version | Verwendungszweck | Betroffene Stellen | Datum | Anhang/Chat-ID |
|---|---|---|---|---|---|
| ChatGPT | Modellname laut Tool | Suchbegriffe für die Katalogrecherche | keine Textstelle, Recherche zu Kapitel 2 | 05.05.2026 | Anhang A1 |
| ChatGPT | Modellname laut Tool | Formulierungsvorschlag für eine Überleitung, gekürzt übernommen | Kapitel 3.2, Fußnote 14 | 12.05.2026 | Share-Link, Anhang A2 |
| ChatGPT | Modellname laut Tool | Entwurf einer Grafik, Titel mit dem Zusatz „(KI-generiert)“ | Abbildung 2 | 15.05.2026 | Anhang A3 |
| DeepL Write | Version laut Tool | Rechtschreibung und Zeichensetzung | Einleitung und Fazit | 20.05.2026 | keine |
Andere Hochschulen nennen das Verzeichnis anders und setzen es an andere Stellen:
| Form | Wo und was | Hochschule, Stand |
|---|---|---|
| Liste „Hilfsmittel“ | am Ende der Arbeit, analog zur Literaturliste | Uni Basel, 08/2025 |
| Hilfsmittelverzeichnis | Pflicht, wenn KI eigene Texte sprachlich optimiert hat | FU Berlin, Jura, 14.01.2026 |
| eigene Überschrift „Hilfsmittel“ | im Quellenverzeichnis, dazu ein Prompt-Verzeichnis | HS Osnabrück, 02/2025 |
| KI-Transparenzhinweis | am Ende des Literaturverzeichnisses, auch wenn du keine KI genutzt hast | HHU Düsseldorf, Jura, 16.07.2026 |
| Anhang mit Tabelle | Mainz: Anhänge „Nutzung KI-Tools“ und „KI-Outputs“; Koblenz: Tool, Zweck, betroffene Abschnitte, kritische Prüfung; DHBW: je Arbeitsphase mit Prompts und Reflexion | JGU Mainz, Muster Datei 02/2025, Uni Koblenz 04/2026, DHBW Stuttgart ab 01.10.2025 |
Wie KI-Angaben und Literaturverzeichnis zusammenspielen, zeigt der Ratgeber Literaturverzeichnis.
Wie viele Prompts du dokumentieren musst
Wie viele Prompts du dokumentierst, reicht je nach Hochschule von einem Überblick auf höchstens zwei Seiten (JGU Mainz, Historisches Seminar) bis zu jedem Prompt, dessen Ergebnis in der Endfassung steht (DHGE Gera-Eisenach):
- Überblick: Dem Historischen Seminar der JGU Mainz geht es nicht um ein Protokoll jedes Prompts, „sondern vielmehr um einen Überblick über das generelle Nutzungsverhalten“ (Datei 07/2026). Der Anhang soll ein bis zwei DIN-A4-Seiten nicht überschreiten.
- Selektiv: Wismar empfiehlt, „selektiv zu dokumentieren“. Die Dokumentation von Ein- und Ausgaben ersetzt dort aber nicht das KI-Verzeichnis, sie kommt hinzu.
- Auf Verlangen: In Koblenz kommen Prompt- und Output-Protokoll nur dazu, wenn die prüfende Person sie fordert.
- Alle relevanten: Die DHGE Gera-Eisenach (Stand 01.04.2025) verlangt Prompts und Ergebnisse, „soweit diese in der Endfassung der Arbeit Berücksichtigung gefunden haben“.
Für dich selbst lohnt ein Protokoll immer. APA rät, Prompts „for their own records“ festzuhalten.
Share-Link, Screenshot oder Export
Ein Share-Link hilft nur, solange er funktioniert: Die Uni Paderborn verlangt in ihrer Handreichung vom Mai 2026, „dass der Link langfristig abrufbar bleibt“. Gelöschter Chat oder gelöschtes Konto heißt: Link weg. Screenshots oder Exporte enthalten nach Wismar mindestens den vollständigen Prompt, die Antwort oder relevante Ausschnitte, den Namen des Tools und das Datum. Die Uni Basel rät, den Verlauf zusätzlich lokal zu speichern, weil KI-Anwendungen „nicht immer alle Details abspeichern“, oft fehlt das genaue Datum.
Eigenständigkeitserklärung mit KI: Musterformulierungen aus Hochschulen
Eine einheitliche Eigenständigkeitserklärung mit KI-Passus gibt es nicht: Hochschulen und oft einzelne Institute geben eigene Fassungen vor, und die Uni Paderborn verweist darin ausdrücklich auf die „Vorgaben der Prüfenden“ (Stand 11/2025). Die Formulierungen unten zeigen die Spannbreite, wörtlich und mit Stand. Zum Kopieren sind sie nicht gedacht: Unterschreiben musst du die Fassung deiner Hochschule, in Koblenz etwa die zur Ampelfarbe deiner Prüfung, in Jena die zur Freigabeerklärung.
KI genutzt und dokumentiert
Uni Paderborn, alle Arbeiten, Stand 11/2025:
„Sofern ich bei der Erstellung der Arbeit KI-generierte Inhalte (Text, Darstellungen, Programmcode etc.) verwendet habe, habe ich den Einsatz der KI-Tools sachgerecht dokumentiert und transparent gekennzeichnet. Hierbei habe ich mich an die Vorgaben der Prüfenden gehalten.“
HS Wismar, Ehrenwörtliche Erklärung, Stand 11/2025:
„Sofern generative KI-Tools als Hilfsmittel bei der Erstellung der Arbeit eingesetzt wurden, habe ich je verwendetem KI-Tool mindestens Modell und Version, Datum und Verwendungszweck sowie betroffenen Textstellen und/oder Dateien nachvollziehbar und prüfbar in der Anlage „KI-Verzeichnis“ dargelegt.“
Uni Koblenz, Variante „KI-Nutzung im erlaubten Rahmen“, Stand 04/2026, Auszug:
„dass ich ein Prompt-Protokoll beigefügt habe, sofern dies verlangt wurde,“
Verantwortung für übernommene Inhalte
JGU Mainz, Muster-Erklärung, Variante „wenn KI genutzt werden kann“, ohne Datum:
„Ich verantworte damit auch jegliche KI-generierten Inhalte, die ich in meine Arbeit übernommen habe. Die Richtigkeit übernommener (KI-generierter) Aussagen und Inhalte habe ich nach bestem Wissen und Gewissen geprüft.“
Uni Potsdam, Geschichte des Altertums, Stand 04/2026:
„Ich versichere, dass der Eigenanteil meiner Arbeit überwiegt und dass maximal 10 % der Inhalte durch KI erstellt wurden.“
Ohne KI oder nur mit Freigabe
DHBW Stuttgart, Sozialwesen, gültig ab 01.10.2025, Option 1:
„Hiermit erkläre ich, dass ich die vorliegende Arbeit eigenständig und ohne die beabsichtigte Verwendung generativer KI-gestützter Werkzeuge erstellt habe.“
HHU Düsseldorf, Jura, 16.07.2026, zwei Varianten:
„Ich versichere, dass ich KI-Anwendungen nicht anders genutzt habe als im KI-Transparenzhinweis angegeben.“
„Ich versichere, dass ich keine KI-Anwendungen genutzt habe.“
Uni Jena, Physik, Stand 03/2026:
„Mir ist bewusst, dass die Verwendung von generierender KI unzulässig ist, sofern nicht deren Nutzung von der prüfenden Person ausdrücklich freigegeben wurde (Freigabeerklärung).“
Unterschreibst du die Fassung ohne KI und hast doch KI genutzt, kann das nach dem Koblenzer Muster als Täuschungsversuch gelten. Mehr dazu unter Kann die Uni KI erkennen?.
Darf ChatGPT eine Sachaussage belegen?
Nein: Ein zitierter Chat belegt nur, was die KI geantwortet hat, nicht, dass es stimmt. So sehen es APA und MLA ebenso wie die Leitfäden aus Basel, Wismar und Paderborn und die Jura-Vorgaben aus Düsseldorf, Berlin und Trier. Fakten belegst du mit der Originalquelle, die du selbst gelesen hast.
| Quelle | Wortlaut |
|---|---|
| MLA Style Center, 08/2025 | „the AI output itself is not a source.“ |
| Uni Basel, 08/2025 | „Schreibtechnisch sind sie eher wie das Ergebnis einer Internetsuche zu behandeln.“ |
| HS Wismar, 11/2025 | „KI-Inhalte sind keine Quelle und somit nicht zitierfähig“ |
| HHU Düsseldorf, Jura, 07/2026 | „KI-generierte Texte sind keine zitierfähigen wissenschaftlichen Quellen.“ |
Eine Ausnahme nennen Paderborn und Wismar: Ist die KI selbst Gegenstand deiner Untersuchung, etwa beim Vergleich von Chatbot-Antworten, wird ihre Ausgabe zur Primärquelle.
Falsch: [Aussage über den Forschungsstand] (OpenAI, 2026).
Richtig: [dieselbe Aussage] (Ostermann, 2024, S. 31), belegt mit der Studie, die du selbst gelesen hast.
Zulässig, weil die KI-Antwort selbst untersucht wird: Auf die Frage nach Gründen gegen Nachtzüge nannte ChatGPT nur Preis und Fahrzeit, den Komfort erwähnte es nicht (OpenAI, 2026).
Hat dich ChatGPT erst auf Ostermanns Studie gebracht, zitierst du trotzdem die Studie. Die Hilfe bei der Recherche legst du so offen, wie deine Hochschule es vorsieht.
Quellen, die ChatGPT dir nennt
Literatur aus einer KI-Antwort musst du selbst finden und lesen, bevor du sie zitierst, so raten es APA und MLA. Der APA Style Blog warnt: „AI will confidently provide citations, but the citations are to works that are not real, or the works are real but do not actually support the statement.“ In einem Beispiel, das der Blog nach Blair (2025) anführt, waren von 15 genannten Titeln nur 5 echt. Der Jura-Leitfaden der HHU Düsseldorf zieht die Konsequenz: „Werden mehrere halluzinierte Zitate festgestellt, liegt regelmäßig die Annahme eines Täuschungsversuchs nahe, sodass die Arbeit mit ungenügend (0 Punkte) zu bewerten ist.“
Wie du eine KI-Angabe gegenprüfst, zeigt KI-Quellen prüfen, die Suche über DOI und Katalog der Ratgeber Quellen prüfen. Was Studien zur Häufigkeit sagen, steht unter Wie oft erfindet KI Quellen?.
So unterschiedlich regeln Hochschulen KI
Einen verbindlichen, fachübergreifenden Standard für die KI-Kennzeichnung gibt es nicht, er „liegt aktuell nicht vor“, schreibt die Uni Paderborn im Mai 2026. Die Regeln unterscheiden sich zwischen Hochschulen, Fächern und Lehrstühlen. Eine Auswahl, Stand Oktober 2026:
| Hochschule, Fach | Stand | Was verlangt wird | Besonderheit |
|---|---|---|---|
| HS Wismar, Wirtschaftswissenschaften | 11/2025 | KI-Verzeichnis als Tabelle nach der Erklärung | KI-Abbildungen mit „(KI-generiert)“ im Titel |
| Uni Paderborn, alle Fächer | 11/2025 und 05/2026 | Kennzeichnung nach Vorgaben der Prüfenden, sonst nach Fachgepflogenheit | Fließtext, Anhang oder Tabelle möglich |
| DHBW Stuttgart, Sozialwesen | ab 01.10.2025 | Tabelle je Arbeitsphase mit Prompts und Reflexion | auch DeepL Write für Rechtschreibung |
| Uni Potsdam, Geschichte des Altertums | 04/2026 | Fußnote Pflicht, Tabelle auf Verlangen | höchstens 10 % KI-Inhalte |
| JGU Mainz, Historisches Seminar | Datei 07/2026 | knappe Tabelle: KI, Arbeitsschritt, Verwendung | nicht jeder Prompt, höchstens 1 bis 2 Seiten |
| Uni Koblenz, Muster für Institute | 04/2026 | Anlage zur KI-Nutzung, Protokolle auf Verlangen | Ampel rot, gelb, grün |
| Uni Basel (Schweiz), stilneutral | 08/2025 | Verweis an der Stelle und Liste „Hilfsmittel“ | Rechtschreibprüfung nicht zitieren |
| HS Osnabrück, Wirtschaft und Technik | 02/2025 | Kurzbeleg mit Prompt-Nummer, Hilfsmittel getrennt | Outputs nicht zusätzlich auflisten |
| Uni Passau, Anglistik | 06/2025 | Offenlegungstabelle und MLA-Zitat im Text | Beleg per Chat-Link oder Screenshot |
| Uni Jena, Physik | 03/2026 | gesonderter Anhang nach Vorgaben der Freigabeerklärung | KI ohne ausdrückliche Freigabe unzulässig |
| DHGE Gera-Eisenach, dual | 01.04.2025 | Kennzeichnung der KI-Teile, Liste der Tools, Prompts und Ergebnisse | sprachliche Optimierung über Rechtschreibung hinaus verboten |
| KIT, Chemieingenieurwesen | 18.02.2026 | kurze Notiz für Korrektur, Übersetzung, Recherche; ausführlich für Struktur, Grafiken, Ideen | Absprache zu Beginn jeder Arbeit Pflicht |
Jura: strengere und andere Regeln
An der FU Berlin (Beschluss vom 14.01.2026) und an der Uni Trier (Hinweis des Prüfungsamts, Sommersemester 2025) kann in Jura selbst ein gekennzeichneter wörtlicher KI-Satz Punkte kosten. Die FU Berlin schreibt: „Selbst eine gekennzeichnete wörtliche Übernahme KI-generierter Inhalte in ganzen Sätzen verstößt gegen die Anforderungen an eine eigenständige Bearbeitung und kann zu erheblichen Punktabzügen oder zum Nichtbestehen führen.“ KI-Gliederungen sind dort verboten, Recherche mit KI bleibt kennzeichnungsfrei.
Die Hinweise zur Hausarbeit aus der Trierer Übung im Zivilrecht von Prof. Fischer geben das Prüfungsamt wieder: Recherche mit KI ist zulässig und nicht kennzeichnungspflichtig, Aussagen musst du aber mit den unmittelbaren Quellen belegen. Die HHU Düsseldorf verlangt statt Fußnoten den KI-Transparenzhinweis. An der Leipziger Professur für Strafrecht von Prof. Klesczewski gilt fremder Inhalt ohne Fußnote und gegebenenfalls Anführungszeichen als Plagiat, ausdrücklich auch, wenn er „mittels textgenerierender KI-Systeme“ übernommen wurde.
Häufige Fehler beim KI-Zitieren
Häufige Fehler beim KI-Zitieren betreffen Autor, Format und Beleg: In APA steht OpenAI statt ChatGPT als Autor, und eine Tatsache belegst du mit der gelesenen Quelle statt mit dem Chat.
| Fehler | So machst du es richtig | Beleg |
|---|---|---|
| ChatGPT als Autor: (ChatGPT, 2026) | (OpenAI, 2026), Autor ist die Firma | APA, Teil 1 |
| altes APA-Format mit „(Mar 14 version)“ und allgemeiner URL | Format seit September 2025 mit Datum des Chats und Share-Link; Leitfäden von 2024 zeigen teils noch das alte | APA, Teil 1 |
| APA-Chat als persönliche Kommunikation | eigener Eintrag; APA schrieb schon 2023: „with ChatGPT-generated text there is no person communicating.“ | APA, How to cite ChatGPT |
| ChatGPT als Beleg für eine Tatsache | die gelesene Originalquelle zitieren | MLA, HS Wismar, HHU Düsseldorf |
| Literatur aus der KI-Antwort ungeprüft übernommen | jedes Werk im Katalog suchen und die Stelle lesen | APA, Teil 3; HS Osnabrück; HHU Düsseldorf |
| toter Share-Link | Chat behalten, Link vor der Abgabe testen, Screenshot oder Export in den Anhang | Uni Paderborn, HS Wismar |
| erst am Ende dokumentiert | von Beginn an mitschreiben, Verlauf lokal sichern | Uni Paderborn, Uni Basel |
| falsche Fassung der Eigenständigkeitserklärung | mit KI-Teil, wenn du KI genutzt hast; an der HHU Jura auch „keine KI“ angeben | Uni Koblenz, HHU Düsseldorf |
| nur einen Ort bedient, wo zwei verlangt sind | alle verlangten Teile liefern, in Passau Tabelle und MLA-Zitat, in Wismar Verzeichnis und Prompt-Dokumentation | Uni Passau, HS Wismar |
Checkliste vor der Abgabe
Vor der Abgabe gehst du acht Punkte durch, von der KI-Regel deiner Prüfung bis zur unterschriebenen Erklärung:
- Du kennst die KI-Regel für genau diese Prüfung: Leitfaden, Ampelfarbe oder Freigabe der prüfenden Person.
- Deine KI-Belege folgen deinem Zitierstil, in APA mit OpenAI und dem Datum des Chats, in Fußnoten mit Prompt und Datum.
- Übernommene KI-Inhalte sind an der Stelle gekennzeichnet, wo dein Leitfaden es verlangt.
- Verzeichnis, Hilfsmittelliste oder Transparenzhinweis nennen Tool, Modell, Zweck, Datum und betroffene Stellen.
- Die Share-Links funktionieren, oder Screenshots mit Prompt, Antwort, Tool und Datum liegen im Anhang.
- Keine Tatsachenbehauptung stützt sich auf einen Chat, sondern auf eine Quelle, die du gelesen hast.
- Werke, die dir eine KI genannt hat, hast du im Katalog gefunden und an der zitierten Stelle gelesen.
- Du unterschreibst die Erklärung deiner Hochschule, mit KI-Teil, wenn du KI genutzt hast.
Was Citely an deinen Belegen prüft
Mit oder ohne KI: Am Ende zählen die Belege in deiner Arbeit. Die Zitations-Form von Citely erkennt deinen Zitierstil, ob Harvard, APA, Fußnoten oder DGPs, und zeigt dir Format-Brüche, Belege in einem anderen Stil und Werke, die du im Text zitierst und die im Literaturverzeichnis fehlen. Im Pro-Check gleicht Citely zusätzlich deine Zitate mit bis zu 15 hochgeladenen Quellen-PDFs ab, prüft an der zitierten Seite und markiert wörtliche Zitate, die es dort nicht oder nur verzerrt findet. Deinen Bericht hast du nach rund 5 Minuten. Mehr unter Hausarbeit prüfen.
Kostenlos und ohne Konto: die ersten 4 Seiten samt Literaturverzeichnis. Alle Befunde siehst du nach kostenloser Anmeldung.
Häufige Fragen
- Muss ich ChatGPT in der Hausarbeit angeben?
- Ja, in aller Regel schon, sobald ChatGPT zu Inhalt, Ideen, Aufbau oder Formulierung deiner Arbeit beigetragen hat. Wie und wo du das tust, legt deine Hochschule fest, oft sogar die einzelne prüfende Person: als Fußnote an der Stelle (Uni Potsdam, Alte Geschichte), als KI-Verzeichnis hinter der Ehrenwörtlichen Erklärung (HS Wismar), als Transparenzhinweis am Schluss des Literaturverzeichnisses (HHU Düsseldorf, Jura) oder als Tabelle im Anhang (DHBW Stuttgart, Uni Koblenz). Ausnahmen gibt es: Reine Recherche mit KI bleibt in Jura an der FU Berlin und nach dem Hinweis des Trierer Prüfungsamts ohne Kennzeichnung, und Rechtschreibprüfungen ohne generative Funktion musst du nach der Uni Basel nicht zitieren. Die HHU verlangt sogar die ausdrückliche Angabe, dass du gar keine KI genutzt hast.
- Kann ich ChatGPT als Quelle angeben?
- Nein, nicht als Beleg für Fakten. Ein Chatverlauf zeigt nur, was das Programm geantwortet hat, und sagt nichts darüber, ob die Antwort stimmt. Das MLA Style Center nennt die KI-Ausgabe ausdrücklich „not a source“, die HS Wismar und die Juristische Fakultät der HHU Düsseldorf halten KI-Texte für nicht zitierfähig. Für eine Tatsache brauchst du deshalb die Studie oder das Buch, das du selbst gelesen hast. Zitieren musst du ChatGPT dagegen, wenn du eine Formulierung oder einen Gedanken aus dem Chat übernimmst und deine Hochschule das zulässt, oder wenn die KI-Antworten selbst dein Untersuchungsgegenstand sind. In Jura können an der FU Berlin und der Uni Trier allerdings auch gekennzeichnete ganze KI-Sätze Punkte kosten.
- Muss ich DeepL angeben?
- Ja, an einigen Hochschulen, an anderen nicht. Die DHBW Stuttgart (Sozialwesen) lässt in ihrer Tabelle zur KI-Nutzung sogar eine Rechtschreibkorrektur mit DeepL Write eintragen, und an der Potsdamer Professur für Alte Geschichte gehört der Hinweis auf ein Übersetzungstool in eine Fußnote an der jeweiligen Stelle. Berlin Universities Publishing hält die Nennung von Übersetzungs- und Korrekturtools dagegen für nicht zwingend, und die HWR Berlin führt DeepL in ihren Formulierungsvorschlägen für Lehrende auf einer Whitelist. Hast du eine Quelle nur zum Verstehen übersetzen lassen, zitierst du nach APA das Original und nicht das Tool. Was für dich gilt, steht im Leitfaden deines Fachs, im Zweifel fragst du vor der Abgabe nach.
- Muss ich jeden Prompt aufschreiben?
- Nein, nicht überall. Das Historische Seminar der JGU Mainz will ausdrücklich nur einen Überblick über deine KI-Nutzung, auf höchstens ein bis zwei Seiten. Die HS Wismar rät zu einer selektiven Dokumentation, und in Koblenz legst du ein Prompt-Protokoll nur bei, wenn die prüfende Person es verlangt. Strenger ist die DHGE Gera-Eisenach: Dort gehören alle Prompts in die Dokumentation, deren Ergebnisse in der Endfassung stecken. In einen APA-Literatureintrag kommt der Prompt nie, wichtige Prompts stehen im Text oder Anhang. Für dich selbst lohnt sich ein vollständiges Protokoll trotzdem, denn KI-Anwendungen speichern laut Uni Basel nicht immer alle Details, oft fehlt später das genaue Datum.
- Was mache ich, wenn ChatGPT keinen Share-Link erzeugt?
- Dann sicherst du den Verlauf selbst und wählst eine Zitierform ohne Chat-Link. Den Eintrag für einen konkreten Chat sieht APA vor, wenn es einen Share-Link gibt, sonst bleibt das Werkzeug allgemein, also OpenAI mit dem Jahr der letzten Aktualisierung des Tools und dessen Adresse. Die MLA erlaubt ausdrücklich einen allgemeinen Link zum Tool, wenn es keine stabile URL gibt. In der britischen Harvard-Fassung Cite Them Right gilt eine nur für dich sichtbare Ausgabe als persönliche Kommunikation mit Verweis auf den Anhang. In den Anhang gehört dann ein Screenshot oder Export, nach der HS Wismar mit vollständigem Prompt, Antwort, Name des Tools und Datum. Die Uni Basel empfiehlt außerdem, den ganzen Verlauf lokal zu speichern.
- Gehört ChatGPT ins Literaturverzeichnis?
- Ja, nach APA und MLA bekommt ein zitierter Chat einen eigenen Eintrag in der Literaturliste, bei APA mit OpenAI als Autor. Chicago sieht das laut der Wiedergabe von § 14.112 durch das Trinity College Dublin meist nicht vor, dort reicht die Nennung im Text oder in einer Note. Mehrere Hochschulen trennen KI-Angaben von der Literatur: Die Uni Basel und die Juristische Fakultät der FU Berlin wollen eine Liste der Hilfsmittel, die HS Osnabrück eine eigene Überschrift für Hilfsmittel, die HS Wismar ein KI-Verzeichnis hinter der Erklärung und die HHU Düsseldorf einen Transparenzhinweis am Ende des Literaturverzeichnisses. Maßgeblich ist der Leitfaden deines Fachs.
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Quellen
- APA Style Blog: McAdoo, Denneny & Lee, Citing generative AI in APA Style, Part 1: Reference formats (9. September 2025; gelesen im Internet-Archive-Snapshot vom 25.09.2026)
- APA Style Blog: Citing generative AI in APA Style, Part 2: AI as a search engine and AI integrated into common software (9. September 2025; Snapshot vom 30.09.2026)
- APA Style Blog: Citing generative AI in APA Style, Part 3: Is AI allowed in APA Style? (9. September 2025; Snapshot vom 17.11.2025)
- APA Style: AI references (erstellt Februar 2026, Stand April 2026; Snapshot vom 15.10.2026)
- APA Style Blog: How to cite ChatGPT (April 2023, seit September 2025 archiviert; Snapshot vom 06.10.2026)
- University of Chicago Press, Chicago Manual of Style Online: Q&A Citation, Documentation of Sources (auf Basis der 18. Auflage, 2024)
- Trinity College Dublin Library: Library Guide Generative AI, Chicago (Wiedergabe von CMOS 18, § 14.112)
- MLA Style Center: How do I cite generative AI in MLA style? (Updated and Revised, 13. August 2025)
- MLA Style Center: Beyond Citation, Describing AI Use in Your Work (13. August 2025)
- Newcastle University Library: 2025 Cite Them Right Harvard Style Sheet (Wiedergabe der Cite-Them-Right-Regel)
- Hochschule Osnabrück, LearningCenter (Henning Czech): Zitieren KI-generierter Texte (Stand 02/2025)
- Hochschule Wismar, Fakultät für Wirtschaftswissenschaften: Leitfaden zum Umgang mit Künstlicher Intelligenz in wissenschaftlichen Arbeiten (Stand 11/2025)
- Universität Paderborn: Selbstständigkeitserklärung mit englischer Übersetzung (Stand 11/2025)
- Universität Paderborn: Handreichung zur Dokumentation und Kennzeichnung von KI-Tools (Stand 05/2026)
- DHBW Stuttgart, Fakultät Sozialwesen: Dokument zur Eigenständigkeitserklärung und KI-Nutzung (gültig ab 01.10.2025)
- Universität Potsdam, Professur für Geschichte des Altertums: Eigenständigkeitserklärung (Stand 04/2026)
- Universität Jena, Physikalisch-Astronomische Fakultät: Eigenständigkeitserklärung (Stand 03/2026)
- JGU Mainz: Muster-Eigenständigkeitserklärung mit KI-Varianten (Studienbüro Chemie, ohne Datum, Datei 02/2025)
- JGU Mainz, Historisches Seminar: Beispielvorlage für Dozierende, Ampelfarbe gelb (Datei 07/2026)
- Universität Koblenz: Eigenständigkeitserklärung und Angaben zur Nutzung von KI-Tools, Muster für Institute (Stand 20.04.2026)
- Universität Basel: Leitfaden Aus KI zitieren (Version 3.0, August 2025)
- Universität Osnabrück, Neueste Geschichte und Historische Migrationsforschung: Hinweise zur Nutzung von LLM/KI (englische Fassung, Stand 06/2025)
- Universität Passau, Anglistik (Cultural and Media Studies): Eigenständigkeitserklärung für Hausarbeiten mit KI (Stand 06/2025)
- Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf, Juristische Fakultät: KI-Leitfaden (16. Juli 2026)
- FU Berlin, Fachbereich Rechtswissenschaft: KI im Einführungs- und Aufbaubereich (Beschluss vom 14.01.2026)
- Universität Trier, Übung für Fortgeschrittene im Zivilrecht (Prof. Dr. Carsten Fischer): Hinweise zur Gestaltung einer Hausarbeit, mit Hinweis des Prüfungsamts zu generativer KI (Sommersemester 2025)
- Universität Leipzig, Professur Prof. Klesczewski (Strafrecht): Hinweisblatt Hausarbeiten (2025)
- DHGE Duale Hochschule Gera-Eisenach: Eigenständigkeitserklärung und Vorgaben zu KI-Nutzung (Stand 01.04.2025)
- KIT, Fakultät für Chemieingenieurwesen und Verfahrenstechnik: KI-Handreichung (18.02.2026)
- Berlin Universities Publishing: Handreichung zur Zitation von KI-Tools (Stand 02.05.2024)
- HWR Berlin: Eigenständigkeitserklärungen zur Nutzung von KI, Formulierungsvorschläge für Lehrende (Stand 19.03.2024)
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