Eine allgemein erlaubte Prozentzahl für ein Plagiat in der Bachelorarbeit gibt es nicht: Plagiatssoftware misst Ähnlichkeit, keinen Plagiatsanteil. Ob ein Plagiat vorliegt, entscheiden Menschen, das schreiben die Hersteller Turnitin und PlagAware ebenso wie die Universitäten in Saarbrücken, Wien und Lüneburg. Die Folgen regelt deine Prüfungsordnung, oft mit der Note 5,0, in schweren Fällen bis zur Exmatrikulation. Vor der Abgabe ergänzen sich Plagiatsprüfung und Belegprüfung.
Plagiat in der Bachelorarbeit: Prozent, Folgen und Prüfung vor der Abgabe
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Wie viel Prozent Plagiat sind in der Bachelorarbeit erlaubt?
Für die Bachelorarbeit gibt es keinen allgemein erlaubten Prozentsatz, weil Plagiatssoftware gar keinen Plagiatsanteil ausgibt: „The percentage returned is a Similarity score, not a plagiarism score“, schreibt Turnitin in seinem Hilfecenter (aktualisiert am 18.06.2026). Einen einzelnen „akzeptablen“ Wert gebe es nicht, und ein hoher Wert heiße nicht automatisch, dass jemand plagiiert hat (Turnitin Help Center).
Hochschulen und ein zweiter Hersteller beschreiben den Wert genauso:
| Wer | Was dort zum Prüfbericht steht |
|---|---|
| Universität des Saarlandes (Informationsblatt, Dezember 2021) | „Der Prüfbericht der Software alleine trifft noch keinerlei Aussage darüber, ob tatsächlich plagiiert wurde.“ |
| FH Joanneum Graz (Regelung, November 2023) | Der Bericht hat „lediglich Indizienwirkung“. |
| Leuphana Universität Lüneburg (Abruf Oktober 2026) | PlagAware kann nicht beurteilen, „ob eine Textstelle tatsächlich als Plagiat zu werten ist“. |
| Freie Universität Bozen (Südtirol, Leitfaden für Lehrende, 2018) | Einen Schwellenwert, ab dem eine Abschlussarbeit zurückzuweisen wäre, kann man vorab nicht festlegen. |
| PlagAware (Herstellerangabe, 2018) | Ab welchem Prozentsatz ein Plagiat vorliegt, „muss jedoch stets vom Prüfer getroffen werden“. |
Was die Zahl genau misst, hängt vom System ab. PlagAware rechnet nach eigener Angabe die Wörter mit Übereinstimmungen in relevanten, nicht angegebenen Quellen gegen die Wortzahl des ganzen Texts. Turnitin markiert dagegen auch Treffer in korrekt zitierten Stellen, im Literaturverzeichnis und bei gängigen Wendungen und hält deshalb immer eine Prüfung durch Menschen für nötig.
Ist 1 % Plagiat schlimm?
Ein Ähnlichkeitswert von 1 % ist für sich genommen kein Befund, denn er sagt nur, wie viel deines Texts ähnlich in der Datenbank der Software vorkommt. Hinter einem Treffer kann ein korrekt belegtes Zitat stehen, eine feste Wendung oder ein Eintrag im Literaturverzeichnis. Er kann aber auch einen Satz zeigen, den du ohne Kennzeichnung übernommen hast. Dann zählt die Übernahme, nicht die Zahl: Nach der Definition des Deutschen Hochschulverbandes liegt ein Plagiat schon vor, wenn fremde Texte „ganz oder teilweise“ als eigene Leistung ausgegeben werden (Plagiatsformen).
Wo die Grenze zur bloßen Nachlässigkeit liegt, sagen die Hochschulen nicht einheitlich. Der Leitfaden der KU Eichstätt-Ingolstadt (Stand Mai 2021) grenzt Bagatellfälle ab, in denen „vereinzelt nicht zitiert wurde oder vereinzelt nicht richtig zitiert wurde“, und räumt ein: „Wo die Grenze genau ist, lässt sich nur schwer sagen.“
Eine konkrete Zahl nennt die Fakultät Betriebswirtschaft der HAW Landshut für ihre Selbstprüfung mit PlagAware (Februar 2024): Nach Überprüfung und Korrektur sollten Studierende „in der Regel“ 0 % erreichen, wegen möglicher Ungenauigkeiten werde bei der Abgabe „ein Wert von etwa fünf Prozent akzeptiert“. Das gilt für diese Fakultät, nicht allgemein.
Beispiel (erfunden): Selin schreibt ihre Bachelorarbeit über Schulgärten an Grundschulen. Ihr Prüfbericht zeigt 9 % Ähnlichkeit. Den größten Teil machen zwei lange Zitate aus einer Studie von Harlinger (2019) aus, beide mit Anführungszeichen und Seitenangabe, dazu Treffer im Literaturverzeichnis. Weniger als 1 % entfällt auf einen Satz aus einem Bericht des Schulamts, den Selin beim Exzerpieren übernommen und nie gekennzeichnet hat.
Die 9 % sind in diesem Fall kein Problem, der eine Satz schon. Lies einen Prüfbericht deshalb Stelle für Stelle und nicht von der Prozentzahl her.
Wie Plagiatssoftware arbeitet und was sie übersieht
Plagiatssoftware, oft auch Plagiatsscanner genannt, vergleicht deinen Text mit den Texten einer Datenbank und meldet Übereinstimmungen mit Fundstelle. Bei Turnitin besteht diese Datenbank laut Hersteller aus Milliarden aktueller und archivierter Webseiten, einem weltweiten Archiv früher eingereichter Studierendenarbeiten und Inhalten aus Fachzeitschriften und Verlagen.
PlagAware entnimmt dem Text nach eigener Beschreibung mehrere Hundert Satzfragmente pro Seite. Gesucht wird in frei zugänglichen Internettexten, die Suchmaschinen indexiert haben, und in Referenztexten, die Nutzer selbst hochladen. Das Ergebnis ist ein Prüfbericht. Für Turnitin beschreibt ihn die Universität des Saarlandes so: Er listet die Quellen auf, aus denen Passagen möglicherweise übernommen wurden, und berechnet einen Prozentanteil übereinstimmender Textteile.
Was die Software gut findet und was nicht
Am zuverlässigsten erkennt Plagiatssoftware wörtliche und fast wörtliche Übernahmen, das zeigen die Leuphana-Beschreibung von PlagAware und der Systemtest von Foltýnek et al. Je stärker ein Text umgebaut ist, desto schwächer wird der Abgleich, und Texte, die nicht in der Datenbank liegen, kann die Software gar nicht finden.
| Art der Übernahme | Wie gut Software sie findet | Beleg |
|---|---|---|
| wörtlich kopiert | gut, die meisten getesteten Systeme fanden kopierte Wikipedia-Passagen | Leuphana: „Erkennung (fast) wörtlicher Wiedergaben“; Foltýnek et al. 2020 |
| leicht verändert | Hinweise auch bei geringfügigen Änderungen | Universität Bremen zu PlagScan, 2018 |
| Synonyme ausgetauscht | im Test allgemein schwächer („generally poorer“) | Foltýnek et al. 2020 |
| von Hand umformuliert | kaum, fast kein System erkannte sie zufriedenstellend („almost no system“) | Foltýnek et al. 2020 |
| übersetzt | im Test 2018 bis 2019 von allen Systemen außer einem nicht erkannt; Turnitin bietet inzwischen ein optionales Translated Matching an | Foltýnek et al. 2020; Turnitin Guides |
| aus Büchern, Bezahlinhalten oder Papierquellen | nur, wenn der Text in der Datenbank liegt | Universität Wien; Universität Bremen; PlagAware |
| von einer anderen Person geschrieben (Ghostwriting) | mit dem Werkzeug nicht erkennbar | Universität Wien |
| Bilder, Grafiken, Diagramme | bei PlagAware nicht prüfbar | PlagAware (Herstellerangabe) |
Zwei Einschränkungen gehören zu dieser Tabelle. Erstens ist der Systemtest von Foltýnek, Weber-Wulff und Kollegen mit 15 Systemen in acht Sprachen nicht mehr neu: Getestet wurde von November 2018 bis Mai 2019, Programme können sich seitdem verbessert haben. Zweitens hängt die Übersetzungserkennung bei Turnitin von deiner Hochschule ab: Das Programm übersetzt den Text laut Hersteller ins Englische und gleicht ihn dann ab, aber nur, wenn die Administration deiner Hochschule die Funktion freigeschaltet hat. Deutsch steht auf der Liste der unterstützten Sprachen.
Für deine Arbeit ist die Tabelle kein Freibrief. Die Formenliste der Universität des Saarlandes führt Übersetzungsplagiat, Ideenplagiat und Ghostwriting ausdrücklich auf, und die Definition hängt an der fehlenden Kennzeichnung, nicht an einem Treffer im Bericht. In einer Befragung österreichischer Hochschulen von 2021 gelten vor allem Übersetzungsplagiate und Ghostwriting als technische Grenze der Software (IHS 2021). Ein niedriger Wert heißt also nur, dass die Datenbank wenig gefunden hat.
Welche Software Hochschulen nutzen und wer entscheidet
In einer Auswahl von zehn Hochschulen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz nennen neun Turnitin oder PlagAware, und an allen bewerten Menschen den Bericht, nicht das Programm.
| Hochschule | Software | Wer den Bericht bewertet |
|---|---|---|
| Universität des Saarlandes (Stand 2021) | Turnitin, Campus-Lizenz seit 2019 | prüfende Personen; über ein Plagiat entscheidet in der Regel das zuständige Prüfungsgremium |
| Universität Kassel (Stand März 2025) | Turnitin, keine weiteren zentralen Systeme | Lehrende; Studierende in ausgewählten Lehrveranstaltungen nach Rücksprache |
| Universität Erfurt (Januar 2026) | Turnitin Similarity in WISEflow, vorher Ouriginal | Prüfende öffnen den Ähnlichkeitsbericht |
| Leuphana Universität Lüneburg | PlagAware | Lehrpersonen, PlagAware ersetzt ihre Bewertung ausdrücklich nicht |
| HAW Landshut, Fakultät Betriebswirtschaft (Februar 2024) | PlagAware zur Selbstprüfung | Studierende prüfen selbst und geben den Prüfbericht mit der Arbeit ab |
| Jade Hochschule (Stand Oktober 2026) | PlagAware in Moodle und für Selbsttests | Lehrende |
| Universität Innsbruck (Stand Oktober 2026) | Turnitin | Beurteilende; Studierende bekommen den Bericht „zur möglichen Stellungnahme“ |
| FH Joanneum Graz (November 2023) | FH-weite Software, Name nicht genannt | Betreuende im Einvernehmen mit der Studiengangsleitung |
| Universität Zürich, Vetsuisse-Fakultät | Turnitin Similarity | Betreuende |
| Universität Basel, Fakultät für Psychologie (August 2022) | Turnitin, für Studierende kostenlos | Kursleitung, Prüfungskommission |
Nennt dein Leitfaden noch PlagScan oder Ouriginal, ist er in diesem Punkt veraltet. Ouriginal entstand aus Urkund und PlagScan, Turnitin übernahm das Unternehmen 2021 (Turnitin). Laut der Ouriginal-Website endete der Dienst am 30.06.2026, die Universität Erfurt nennt für ihre Prüfplattform WISEflow schon den 5. November 2025. Frag in diesem Fall bei deinem Prüfungsamt nach, welches System heute läuft.
Wird jede Bachelorarbeit geprüft?
Nicht jede Bachelorarbeit läuft automatisch durch eine Plagiatssoftware: In Österreich nutzten 2021 laut einer Befragung des Instituts für Höhere Studien 93 % der befragten Hochschulen mindestens ein solches Programm (68 von 73 Hochschulen hatten geantwortet). Alle Abschlussarbeiten prüfen damit laut einer APA-Meldung zur IHS-Studie 56 % der Einrichtungen. An anderen Hochschulen entscheiden die Lehrenden, ob sie eine Arbeit hochladen, so beschreibt es etwa die Universität Kassel. Die FH Joanneum und die Fakultät Betriebswirtschaft der HAW Landshut drehen es um: Dort prüfst du selbst und gibst den Bericht mit ab. Ob und wie deine Arbeit geprüft wird, regeln die Abgabehinweise deines Studiengangs.
Plagiatsformen und Plagiat trotz Quellenangabe
Ein Plagiat liegt nach der Resolution des Deutschen Hochschulverbandes vom 17. Juli 2002 vor, wenn „Texte Dritter ganz oder teilweise, wörtlich oder nahezu wörtlich übernommen und als eigene wissenschaftliche Leistung ausgegeben werden“. Die Universität des Saarlandes und das Rektorat der Universität Münster zitieren diese Definition. Welche Formen darunter fallen, zählen die Hochschulen einzeln auf:
| Form | Was dahintersteht | Quelle |
|---|---|---|
| Vollplagiat | vollständige Übernahme eines fremden Texts | Uni Saarland |
| Textplagiat | wörtliche Übernahme ohne Quellenangabe | Uni Bonn, Philosophische Fakultät (Januar 2018) |
| Paraphrasierungsplagiat | Textpassagen umgestellt und angepasst; in Bonn „ungekennzeichnetes Paraphrasieren“ | Uni Saarland, Uni Bonn |
| Übersetzungsplagiat | Übersetzung eines fremdsprachigen Texts | Uni Saarland, Uni Bonn |
| Ideenplagiat | Inhalt einer Arbeit mit eigenen Worten kopiert | Uni Saarland |
| Strukturplagiat | Gliederung einer fremden Prüfungsarbeit übernommen, das „kann ebenfalls ein Plagiat darstellen“ | KU Eichstätt-Ingolstadt |
| Selbstplagiat | eigene veröffentlichte Texte erneut verwendet oder dieselbe Arbeit für mehrere Prüfungen eingereicht | Uni Saarland, Uni Bonn |
| Ghostwriting | Arbeit einer anderen Person unter eigenem Namen eingereicht | Uni Saarland |
Plagiat trotz Quellenangabe
Auch mit Quellenangabe kann ein Plagiat vorliegen: Die Bachelor- und Masterprüfungsordnung der Universität Bremen zählt laut ihrem Konzept zur Plagiatssoftware (Stand Oktober 2018) schon „fehlerhafte oder unterlassene Angaben über benutzte Quellen“ dazu. Ein Merkblatt der Evangelisch-Theologischen Fakultät der Universität Münster (2011) geht genauso weit: Plagiat ist es auch, wenn die Quelle im Text nicht korrekt angegeben ist, „selbst dann, wenn sie in der Bibliographie enthalten ist“.
Vier Fälle, in denen eine Angabe zwar existiert, aber nicht reicht:
| Fall | Warum die Angabe nicht reicht | Mehr dazu |
|---|---|---|
| Quelle steht nur im Literaturverzeichnis | An der Stelle im Text fehlt der Beleg, Lesende halten den Gedanken für deinen. | Literaturverzeichnis |
| wörtlicher Satz mit Beleg, aber ohne Anführungszeichen | Der Beleg nennt die Herkunft des Gedankens, der fremde Wortlaut erscheint trotzdem als deine Formulierung. | Direktes Zitat |
| fast wörtliche Paraphrase mit „vgl.“ (Bauernopfer) | Belegt ist die Quelle, nicht die Übernahme von Satzbau und Wortwahl. | Wann eine Paraphrase zum Plagiat wird |
| Zitat aus zweiter Hand ohne „zit. n.“ | Du nennst das Original, gelesen hast du ein anderes Werk: eine fehlerhafte Angabe über die benutzte Quelle. | Das Blindzitat |
Versehen, Bagatelle oder Plagiat
Nicht jeder Zitierfehler ist ein Plagiat. Die KU Eichstätt-Ingolstadt schreibt: „Jeder Zitierfehler ist zwar ein Indikator für schlechte Wissenschaft, aber nicht unbedingt auch ein vorsätzliches Plagiat.“ Und wenn jemand deine Arbeit nur auf Rechtschreib- und Grammatikfehler durchsieht, begründet das nach demselben Leitfaden keinen Plagiatsvorwurf. Was beim Lektorat und Korrekturlesen sonst erlaubt ist, regelt deine Hochschule.
Was bei einem Plagiatsverdacht passiert
Über einen Plagiatsverdacht in der Bachelorarbeit entscheidet ein Verfahren nach deiner Prüfungsordnung, nicht die Software: An der Universität des Saarlandes liegt die Entscheidung „in der Regel“ beim zuständigen Prüfungsgremium, an der KU Eichstätt-Ingolstadt hört der Prüfungsausschuss dich als erste Maßnahme schriftlich an (Stand jeweils 2021). Der Ablauf in diesen Regelungen:
- Bericht und Begutachtung. Prüfende sehen sich die markierten Stellen an. In Innsbruck geht der Bericht zugleich an die Studiendekanin oder den Studiendekan und an dich.
- Stellungnahme. Du kannst dich äußern, in Innsbruck „zur möglichen Stellungnahme“, an der KU in einer schriftlichen Anhörung.
- Entscheidung. Ein Gremium oder der Prüfungsausschuss entscheidet, ob ein Plagiat vorliegt und welche Folge es hat.
Vorsatz: Hochschulen sehen das unterschiedlich
Ob ein Plagiat Vorsatz voraussetzt, regeln die Hochschulen unterschiedlich: Für die Philosophische Fakultät der Uni Bonn ist die Absicht unerheblich, nach dem Leitfaden der KU Eichstätt-Ingolstadt ist für prüfungsrechtliche Folgen meist wenigstens bedingter Vorsatz nötig.
| Hochschule | Position zum Vorsatz |
|---|---|
| Uni Bonn, Philosophische Fakultät (2018) | „Dabei ist unerheblich, ob ein Plagiat absichtlich oder unabsichtlich, z.B. durch ungenaues wissenschaftliches Arbeiten, entstanden ist“. |
| Uni Basel, Psychologie (2022) | „Ein Plagiat bleibt ein Plagiat, auch wenn es unabsichtlich geschieht.“ |
| KU Eichstätt-Ingolstadt (2021) | Prüfungsrechtlich relevant meist erst bei Vorsatz, „wenigstens der bedingte Vorsatz“ ist erforderlich. |
| Uni Bremen (2018) | Ob die Täuschung vorsätzlich war und wie erheblich sie ist, „kann auch von Belang sein“. |
Auf ein Versehen kannst du dich also nicht überall berufen. Was für deine Arbeit gilt, steht in deiner Prüfungsordnung.
Mögliche Folgen
Drei der ausgewerteten Regelungen nennen die Bewertung mit „nicht ausreichend“ (5,0), insgesamt reicht die Spanne von der Rückgabe zur Korrektur bis zum Entzug des Grades.
| Folge | Wo so geregelt |
|---|---|
| Rückgabe zur Korrektur, schlechtere Gesamtnote, Nichtbestehen oder Verlust des Prüfungsanspruchs im Modul | Uni Saarland (2021) |
| Bewertung mit „nicht ausreichend“ (5,0) | KU Eichstätt-Ingolstadt (2021), Uni Bonn (2018), Rektorat der Uni Münster (2013) |
| Ausschluss von der gesamten Prüfung in schwerwiegenden Fällen | Uni Münster (2013) |
| Exmatrikulation bei mehrfachem oder sonstigem schwerwiegendem Täuschungsversuch | Hochschulgesetz NRW, § 63 Abs. 5 (Fassung ab 04.08.2026), Uni Bonn |
| Geldbuße bis zu fünfzigtausend Euro bei vorsätzlicher Täuschung, als Ordnungswidrigkeit | Hochschulgesetz NRW, § 63 Abs. 5, nur Nordrhein-Westfalen |
| Arbeit für ungültig erklärt, angemessene Frist zur Wiedervorlage | FH Joanneum (2023) |
| schriftliche Verwarnung, Exmatrikulation für ein oder mehrere Semester, dauernder Ausschluss | Uni Basel, Psychologie (2022) |
| Entzug des Grades, wenn er schon verliehen ist | Uni Münster (2013) |
Das Münsteraner Papier ist von 2013, die anderen Regelungen stammen aus den Jahren 2018 bis 2026.
Wird dir ein Verdacht mitgeteilt, ist die Plagiatsregel deiner Prüfungsordnung der Maßstab. In der Anhörung oder Stellungnahme kannst du dich zu den markierten Stellen äußern, so sehen es etwa die KU und Innsbruck vor. Bei Fragen zum Verfahren kannst du dich an die Studienberatung oder die Studierendenvertretung deiner Hochschule wenden.
Diese Übersicht ist eine Information, keine Rechtsberatung, Stand Oktober 2026. Verbindlich sind deine Prüfungsordnung und der Bescheid deiner Hochschule.
Vor der Abgabe prüfen: Plagiatsprüfung, KI-Detektor oder Belegprüfung
Vor der Abgabe beantworten drei Prüfungen drei verschiedene Fragen: Die Plagiatsprüfung sucht Übereinstimmungen mit fremden Texten, der KI-Detektor schätzt die Herkunft eines Texts, und die Belegprüfung kontrolliert, ob deine Zitate und dein Literaturverzeichnis stimmen.
| Prüfung | Was sie findet | Was sie nicht beantwortet | Wer sie anbietet |
|---|---|---|---|
| Plagiatsprüfung | Übereinstimmungen mit Webseiten, Verlagsinhalten und eingereichten Arbeiten, mit Fundstelle und Prozentwert. | Ob korrekt zitiert wurde und ob ein Plagiat vorliegt. | Hochschulen mit Turnitin oder PlagAware, kommerzielle Anbieter. |
| KI-Detektor | Eine Schätzung, wie wahrscheinlich ein Text von einem Sprachmodell stammt. | Eine Fundstelle oder einen Beweis. | Turnitin als Zusatzlizenz, einige Anbieter im Paket mit der Plagiatsprüfung. |
| Belegprüfung | Ob die Zitierform einheitlich ist, ob zitierte Werke im Verzeichnis stehen und ob die zitierte Stelle das Zitat hergibt. | Ob fremder Text ohne Kennzeichnung übernommen wurde, dafür ist die Plagiatsprüfung da. | Du selbst mit den Checklisten deiner Hochschule; Citely zeigt Zitierform und fehlende Verzeichniseinträge, im Pro-Check auch wörtliche Zitate, die in deinen Quellen-PDFs nicht oder nur verzerrt stehen. |
Ob ChatGPT einen Text geschrieben hat, beantwortet der Plagiatsabgleich nicht, denn er sucht nur Übereinstimmungen mit vorhandenen Texten. Die KI-Erkennung ist bei Turnitin laut der Ouriginal-Website eine Zusatzlizenz, und die Leuphana hat die KI-Prüfung in ihrem PlagAware nicht freigeschaltet. Ob KI-Nutzung in einer Bachelorarbeit nachgewiesen werden kann und worauf Gerichte dabei schauen, erklärt der Ratgeber Kann die Uni KI erkennen?.
Belegprüfung: die Frage, die der Prozentwert offenlässt
Plagiatssoftware sagt nichts darüber, ob du richtig zitiert hast: Der Prozentwert „hat keine Aussagekraft, ob korrekt zitiert wurde oder nicht“, schreibt die Universität Wien in ihrem Infoblatt zu Turnitin (Stand Dezember 2020). Turnitin markiert korrekt zitierte Stellen mit, und nach dem Bremer Konzept können korrekte Zitate „fälschlicherweise als Plagiat markiert werden“. Gleichzeitig zählen Ordnungen wie die Bremer schon fehlerhafte Quellenangaben zum Plagiat. Deshalb lohnt der zweite Blick auf deine Belege.
Hochschul-Checklisten für die letzte Kontrolle vor der Abgabe enthalten dafür feste Punkte:
| Prüffrage | Checkliste |
|---|---|
| Ist die Zitierweise in der ganzen Arbeit einheitlich? | Uni Jena, Politikwissenschaft (2016), TU Darmstadt, SchreibCenter (2019), Uni Münster, Geschichte (2022) |
| Stehen alle Werke aus den Fußnoten im Verzeichnis und umgekehrt? | Uni Potsdam, Geschichte des Altertums (2022), Uni Jena |
| Sind wörtliche Zitate gekennzeichnet und korrekt zitiert? | Uni Jena, Uni Münster |
| Ist das Literaturverzeichnis vollständig? | TU Darmstadt, Uni Münster |
Eine weitere Frage geht über diese Listen hinaus: ob die zitierte Stelle im Original wirklich sagt, wofür du sie anführst. Wie du das von Hand prüfst, zeigt der Ratgeber Quellen prüfen. Auch Turnitin bietet mit dem Draft Coach einen Citation Check an, der laut einer Bibliotheks-FAQ des National College of Ireland Zitate ohne Verzeichniseintrag und Einträge ohne Zitat meldet. Wo die Grenze zwischen Plagiat, Falschzitat und bloßem Formfehler verläuft, zeigt eine Tabelle unter Richtig zitieren.
Bachelorarbeit selbst auf Plagiat prüfen: Hochschulangebote und Preise
Deine Bachelorarbeit kannst du an manchen Hochschulen kostenlos selbst auf Plagiate prüfen, kommerzielle Anbieter verlangen laut den Preislisten von Scribbr, PlagAware und mentorium 11,89 € bis 39,95 € je Prüfung, bei sehr großen Umfängen mehr (Abruf 25.10.2026). Auch eine Hausarbeit kannst du so prüfen, mentorium nennt seinen Startpreis ausdrücklich für Seminar- und Hausarbeiten bis 25 Seiten.
Kostenlos über die Hochschule
Diese Hochschulen stellen ihre Plagiatssoftware Studierenden ausdrücklich für eigene Prüfungen zur Verfügung:
| Hochschule | Angebot für Studierende |
|---|---|
| Universität des Saarlandes | Turnitin steht auch Studierenden „z.B. zur eigenen Überprüfung“ ihrer Arbeiten zur Verfügung. |
| Universität Basel, Psychologie | kostenlose Software, um schriftliche Arbeiten vor der Abgabe zu prüfen |
| Jade Hochschule | 200 Credits, das sind etwa 200 Seiten, für die Prüfung eigener Arbeiten |
| HAW Landshut, Betriebswirtschaft | PlagAware-Lizenz, mit der du die ganze Arbeit uneingeschränkt prüfen und überarbeiten kannst |
In Österreich bot 2021 laut IHS-Studie rund ein Viertel der Hochschulen selbst kostenlose Selbsttests an, an 19 % übernahm das die Hochschulvertretung der ÖH, 56 % hatten kein solches Angebot. Frag zuerst bei deiner Bibliothek oder deinem Prüfungsamt nach. Die HAW Landshut stellt dazu klar: „Werden Quellen angezeigt, bedeutet dies im ersten Schritt natürlich noch nicht, dass Sie plagiiert haben.“
Was kommerzielle Plagiatsprüfungen kosten
Laut den Anbieterseiten beginnen kommerzielle Plagiatsprüfungen bei 11,89 € (mentorium) und 12,90 € (PlagAware), Scribbr staffelt nach Wörtern von 17,95 € bis 39,95 €. Alle Preise sind Herstellerangaben, abgerufen am 25.10.2026, ohne Wertung.
| Anbieter | Preis laut Anbieter | Staffel und Hinweise |
|---|---|---|
| Scribbr | 17,95 € bis 39,95 € je Dokument | bis 7.499 Wörter 17,95 €, 7.500 bis 49.999 Wörter 28,95 €, ab 50.000 Wörtern 39,95 €; „Preis pro Prüfung, kein Abo“ |
| PlagAware, Einzelnutzer | ab 12,90 € | 100 Seiten 12,90 €, 250 Seiten 24,90 €, 500 Seiten 39,90 €, 1.500 Seiten 89,90 €; Folgeprüfungen überarbeiteter Fassungen laut Anbieter ohne Aufpreis |
| mentorium | ab 11,89 € | Startpreis für Seminar- und Hausarbeiten bis 25 Seiten, darüber nach Textumfang |
Zur Speicherung schreiben die Anbieter: Scribbr speichert das Dokument „in keiner öffentlichen Datenbank“, PlagAware „nicht in einer Plagiats-Datenbank“, und bei BachelorPrint wird es „unwiderruflich gelöscht“.
Warum dein Ergebnis von dem der Uni abweichen kann
Ein Selbsttest bei einem Anbieter kann von der Prüfung deiner Hochschule abweichen. Scribbr schreibt selbst, Universitäten könnten Arbeiten „mit privaten Datenbanken für Arbeiten ihrer Studierenden abgleichen, auf die Scribbr keinen Zugriff hat“, und spricht von möglicherweise kleinen Unterschieden. Die Quellen nennen drei Gründe:
- Andere Datenbank. Turnitin gleicht laut Hersteller auch mit einem weltweiten Archiv früher eingereichter Studierendenarbeiten ab.
- Andere Einstellungen. Ob Turnitin Übersetzungen abgleicht, legt die Hochschule fest. In Kassel lassen sich Texte dauerhaft oder nur vorübergehend in der Datenbank speichern.
- Anderes System. Im Vergleichstest von Foltýnek et al. schwankten die Werte zwischen den Systemen, je nachdem, wie gut sie umformulierte Wikipedia-Texte fanden.
Die Bibliothek der Freien Universität Bozen in Südtirol weist Lehrende in ihrem Leitfaden von 2018 auf einen Sonderfall hin: Liegt ein Dokument schon in Turnitins Archiv, ergibt eine zweite Prüfung einen sehr hohen Index von etwa 90 bis 100 %. Frag deshalb nach, bevor du deine Arbeit vorab über einen Turnitin-Zugang prüfst, der Texte dauerhaft speichert.
Vor jedem Upload gilt außerdem der Datenschutz. Die Universität des Saarlandes verlangt, personenbezogene Daten vor dem Hochladen gegebenenfalls zu entfernen, und die KU Eichstätt-Ingolstadt schreibt für externe Dienstleister vor: „Die Arbeit muss anonymisiert werden“.
Checkliste vor der Abgabe
Diese 12 Punkte fassen die Regeln und Checklisten der ausgewerteten Hochschulen für den letzten Durchgang vor der Abgabe zusammen:
- Du kennst die Plagiatsregel deiner Prüfungsordnung, auch die Frage, ob dort schon fehlerhafte Quellenangaben als Plagiat gelten.
- Fremder Wortlaut steht in Anführungszeichen, mit Beleg und Seitenzahl.
- Deine Paraphrasen haben eigenen Satzbau, ein „vgl.“ unter fast wörtlichem Text reicht nicht.
- Selbst übersetzte Stellen sind belegt.
- Zitate aus zweiter Hand tragen „zit. n.“ und nennen das Werk, das du tatsächlich gelesen hast.
- Die Gliederung hast du selbst entwickelt, nicht aus einer fremden Arbeit übernommen.
- Texte aus eigenen früheren Arbeiten sind gekennzeichnet, und keine Arbeit reichst du für zwei Prüfungen ein.
- Werke aus Text und Fußnoten stehen im Literaturverzeichnis, und das Verzeichnis enthält keine Titel, die du nirgends zitierst.
- Die Zitierweise ist von der Einleitung bis zum Anhang dieselbe.
- Den Bericht eines Selbsttests bist du Treffer für Treffer durchgegangen, nicht nur der Prozentzahl nach.
- Verlangt dein Studiengang den Prüfbericht, liegt er der Abgabe bei.
- Vor einem Upload zu einem externen Dienst hast du Name, Matrikelnummer und andere persönliche Angaben entfernt.
Was Citely an deiner Arbeit prüft
Citely prüft die Belege deiner Bachelorarbeit, bevor es dein Prüfer tut. Die Zitations-Form erkennt deinen Zitierstil, zeigt Belege, die davon abweichen, und Werke, die du zitierst, die im Literaturverzeichnis aber fehlen. Im Pro-Check gleicht Citely deine Zitate mit den Quellen-PDFs ab, die du hochlädst, prüft an der zitierten Seite und markiert wörtliche Zitate, die es dort nicht oder nur verzerrt findet. Dazu kommen Sprache und Wissenschaftlichkeit, mit Basic und Pro auch der Rote Faden. Deinen Bericht hast du nach rund 5 Minuten. Mehr unter Hausarbeit prüfen und Bachelorarbeit prüfen.
Kostenlos und ohne Konto: die ersten 4 Seiten samt Literaturverzeichnis. Alle Befunde siehst du nach kostenloser Anmeldung.
Häufige Fragen
- Ist 1 % Plagiat schlimm?
- Nein, nicht automatisch. Die 1 % sind ein Ähnlichkeitswert, kein Anteil an plagiiertem Text, und Programme wie Turnitin markieren auch sauber belegte Zitate, Einträge im Literaturverzeichnis und gängige Wendungen. Kritisch wird es erst, wenn hinter dem Treffer ein Satz steckt, den du ohne Anführungszeichen oder Beleg übernommen hast. Dann kommt es auf diese Stelle an und nicht auf die Höhe des Werts, denn auch eine teilweise Übernahme gilt nach der Definition des Deutschen Hochschulverbandes als Plagiat. Die KU Eichstätt-Ingolstadt behandelt einzelne vergessene oder fehlerhafte Belege als Bagatellfall, sagt aber selbst, dass die Grenze schwer zu ziehen ist. Geh den Bericht darum Treffer für Treffer durch.
- Ist es ein Plagiat, wenn ich die Quelle angebe?
- Ja, das kann trotzdem passieren. Eine Quellenangabe schützt nur, wenn sie an der richtigen Stelle steht und die Übernahme vollständig kennzeichnet. Ein Merkblatt der Evangelisch-Theologischen Fakultät Münster wertet es als Plagiat, wenn die Quelle im Text fehlt oder falsch angegeben ist, auch wenn sie im Literaturverzeichnis steht. Die Prüfungsordnungen der Uni Bremen zählen laut einem Konzept von 2018 schon fehlerhafte Angaben über benutzte Quellen zum Plagiat. Typische Fälle sind wörtliche Sätze ohne Anführungszeichen, eine fast wörtliche Paraphrase mit bloßem „vgl.“ und ein Zitat aus zweiter Hand, bei dem nur das Original genannt wird und das „zit. n.“ fehlt. Wie streng deine Hochschule das bewertet, steht in deiner Prüfungsordnung.
- Erkennt Plagiatssoftware ChatGPT-Texte?
- Nein, nicht über den Plagiatsabgleich selbst. Die Plagiatsprüfung sucht Übereinstimmungen zwischen deinem Text und vorhandenen Texten in ihrer Datenbank. Ob ein Sprachmodell den Text geschrieben hat, beantwortet dieser Abgleich nicht. Dafür gibt es eigene KI-Detektoren, die eine Wahrscheinlichkeit schätzen und keinen Beweis liefern. Bei Turnitin ist die KI-Erkennung laut der Ouriginal-Website des Herstellers eine Zusatzlizenz, und die Leuphana Universität Lüneburg hat sie in ihrem PlagAware nicht freigeschaltet. Woran Hochschulen KI-Nutzung tatsächlich festmachen und wie Gerichte bisher entschieden haben, erklärt der Ratgeber „Kann die Uni KI erkennen?“.
- Kann ich meine Bachelorarbeit vorher selbst auf Plagiate prüfen?
- Ja. Manche Hochschulen stellen ihre Software kostenlos für Selbsttests bereit, etwa die Universität des Saarlandes und die Psychologie der Universität Basel mit Turnitin oder die Jade Hochschule und die Fakultät Betriebswirtschaft der HAW Landshut mit PlagAware. In Österreich bot 2021 laut IHS-Studie rund ein Viertel der Hochschulen solche Tests selbst an, an weiteren 19 % übernahm das die ÖH. Kommerzielle Anbieter verlangen laut ihren Preislisten zwischen 11,89 € und 39,95 € je Arbeit, bei sehr großen Umfängen mehr, Stand 25.10.2026. Rechne mit möglichen Abweichungen zum Ergebnis deiner Hochschule, weil Turnitin auch gegen ein Archiv eingereichter Studierendenarbeiten abgleicht. Vor einem Upload bei externen Diensten entfernst du Name und Matrikelnummer.
- Was passiert bei einem Plagiat in der Bachelorarbeit?
- Das legt deine Prüfungsordnung fest, und die Hochschulen unterscheiden sich. Häufig wird die Arbeit mit „nicht ausreichend“ (5,0) bewertet, so etwa an der KU Eichstätt-Ingolstadt und an der Philosophischen Fakultät der Uni Bonn. Die Universität des Saarlandes nennt außerdem die Rückgabe zur Korrektur, eine schlechtere Gesamtnote und den Verlust des Prüfungsanspruchs. In Nordrhein-Westfalen ist nach mehrfacher oder sonst schwerwiegender Täuschung eine Exmatrikulation möglich, und vorsätzliche Täuschung ist dort zusätzlich eine Ordnungswidrigkeit mit Geldbuße. Wird ein Plagiat erst nach der Verleihung bekannt, kann laut Uni Münster der Grad entzogen werden. Vor der Entscheidung hört dich etwa an der KU der Prüfungsausschuss schriftlich an. Keine Rechtsberatung, Stand Oktober 2026.
- Prüft die Uni jede Arbeit mit Software?
- Nein, nicht überall. In Österreich setzten 2021 zwar 93 % der befragten Hochschulen Plagiatssoftware ein, sämtliche Abschlussarbeiten prüften damit laut einer APA-Meldung zur IHS-Studie aber 56 % der Einrichtungen. An anderen Hochschulen liegt es bei den Lehrenden, ob sie eine Arbeit hochladen, so etwa an der Universität Kassel. Manche Hochschulen verlangen umgekehrt, dass du selbst prüfst: Die FH Joanneum in Graz und die Fakultät Betriebswirtschaft der HAW Landshut lassen dich den Prüfbericht zusammen mit der Arbeit abgeben. Ob deine Bachelorarbeit geprüft wird, steht in der Prüfungsordnung oder in den Abgabehinweisen deines Studiengangs.
Kostenlos und ohne Konto: die ersten 4 Seiten samt Literaturverzeichnis. Alle Befunde siehst du nach kostenloser Anmeldung.
Quellen
- Turnitin Help Center: Does Turnitin check for plagiarism and what is a good Similarity score? (aktualisiert 18.06.2026, Abruf 21.10.2026)
- Turnitin Guides: Using Translated Matching (Herstellerdoku, Abruf 21.10.2026)
- Turnitin Press: Turnitin acquires Ouriginal (30.11.2021)
- Ouriginal (Turnitin): Website mit Hinweis zum Dienstende (Abruf 21.10.2026)
- PlagAware: Der Plagiats-Prüfbericht von PlagAware (Herstellerdoku, Juni 2018)
- PlagAware: Startseite mit Funktionsweise und Preisen (Abruf 25.10.2026)
- Freie Universität Bozen, Bibliothek: Plagiatskontrolle mit Turnitin, Leitfaden für Dozenten (Januar 2018)
- Foltýnek, Dlabolová, Anohina-Naumeca u. a.: Testing of support tools for plagiarism detection, International Journal of Educational Technology in Higher Education 17, 46 (2020, Tests November 2018 bis Mai 2019)
- Universität des Saarlandes, Ombudsperson: Informationsblatt zur Überprüfung von möglichen Plagiaten (Dezember 2021)
- Universität Kassel, ITS: Turnitin (Plagiatsprüfung) (Stand März 2025)
- Universität Erfurt: Neues Plagiatserkennungstool in WISEflow (12.01.2026)
- Leuphana Universität Lüneburg: PlagAware, Digitale Tools A bis Z (Abruf 21.10.2026)
- HAW Landshut, Fakultät Betriebswirtschaft: Wichtige Informationen und Leitfaden zur Plagiatssoftware für Seminar- und Abschlussarbeiten (Februar 2024)
- Jade Hochschule, Service-Katalog: PlagAware (Plagiarism Detection) (Stand 21.10.2026)
- Universität Innsbruck: Plagiatsprüfung an der Universität Innsbruck (Stand 06.10.2026)
- Universität Wien, Studienpräses und CTL: Infoblatt Turnitin in Moodle (Stand 18.12.2020)
- FH JOANNEUM: Maßnahmen der FH JOANNEUM zur Plagiatsprüfung (07.11.2023)
- Universität Zürich, Vetsuisse-Fakultät: Plagiarism (Abruf 21.10.2026)
- Universität Basel, Fakultät für Psychologie: Leitlinien zur Vermeidung von Plagiaten (August 2022)
- Institut für Höhere Studien (IHS), Zucha und Droll: Plagiatsprävention und -prüfung an österreichischen Universitäten und Hochschulen (Dezember 2021, Befragung Juni bis August 2021)
- vienna.at (APA-Meldung zur IHS-Studie): So checken Hochschulen Abschlussarbeiten (13.12.2022)
- KU Eichstätt-Ingolstadt, Abteilung Recht: Leitfaden für die Handhabung von Plagiatsvorwürfen gegenüber Studierenden (Stand 05.05.2021)
- Universität Bonn, Philosophische Fakultät: Täuschungsversuche und Plagiate, Handreichung für Studierende (Stand Januar 2018)
- Universität Münster, Rektorat: Informationen zum Thema Plagiate (März 2013)
- Universität Münster, Evangelisch-Theologische Fakultät: Was ist ein Plagiat? (März 2011)
- Land Nordrhein-Westfalen: Hochschulgesetz (HG), § 63 Abs. 5 (Fassung gültig ab 04.08.2026)
- Universität Bremen: Nutzungs- und Datenschutzkonzept für die Plagiats-Erkennungssoftware PlagScan (Stand 29.10.2018)
- Universität Potsdam, Lehrstuhl Geschichte des Altertums: Checkliste Hausarbeit (April 2022)
- Universität Jena, Institut für Politikwissenschaft: Checkliste zur Abgabe der Hausarbeit (Mai 2016)
- Universität Münster, Außereuropäische Geschichte: Checkliste Haus- und Abschlussarbeiten (Oktober 2022)
- TU Darmstadt, SchreibCenter am Sprachenzentrum: Checkliste Endkontrolle wissenschaftlicher Arbeiten (August 2019)
- National College of Ireland Library: What does the Citations Check on Draft Coach do? (Bibliotheks-FAQ, Abruf 21.10.2026)
- Scribbr: Plagiatsprüfung, Preise und FAQ (Anbieterseite, Abruf 25.10.2026)
- mentorium: Plagiatsprüfung (Anbieterseite, Abruf 25.10.2026)
- BachelorPrint: Plagiatsprüfung (Anbieterseite, Abruf 21.10.2026)
Weiterlesen
- Indirektes ZitatParaphrasen in eigenen Worten, „vgl.“ je Stil und die Grenzfälle, an denen eine Paraphrase zum Plagiat wird.
- SekundärzitatZitate aus zweiter Hand: wann „zit. n.“ nötig ist und warum ein Blindzitat riskant ist.
- Kann die Uni KI erkennen?Wie KI-Detektoren arbeiten, wie verlässlich sie sind und woran Prüfer KI-Nutzung festmachen.
- Quellen prüfenOb deine Zitate so im Original stehen und dein Literaturverzeichnis zum Text passt, Schritt für Schritt.